Khersones |
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Die "Khersones" gehört zu den modernen
Rahseglern der "Dar Mlodziezy-Klasse", die zwischen 1981 und 1989
auf der Danziger Werft entstanden sind, zu Zeiten der alten UdSSR. Damals wurden
allein für Schulzwecke fünf große Vollschiffe für die UdSSR
gebaut. Nach der Aufsplitterung der UdSSR wurde der Ukraine die "Khersones"
zugesprochen, die das Schiff nach wie vor für die Ausbildung von seemännischem
Nachwuchs für die Fischereiflotte nutzt.
Das Konzept allerdings ist inzwischen stark modifiziert. Knappe Finanzmittel
machen es notwendig, dass der weiße Großsegler inzwischen ausschließlich
über westliche Devisen finanziert wird. Seit 1990 ist die "Khersones"
in Charter und Betreuung der Hamburger Inmaris Perestroika, die für das
Schiff neue Konzepte mitentwickelt, um es auch künftig in gutem Standard
unter Segeln halten zu können.
So wurde die Zahl der Stammcrew von 56 auf 40 reduziert und anstatt 143 fahren
künftig nur noch 48 Kadetten mit. Dafür entstanden an Bord behagliche
Kabinen mit gutem Standard, so dass- je nach Belegung - zwischen 64 bis 96 Passagiere
mitsegeln können auf einem Segelschulschiff, das als erstes der Flotte
sich konsequent dem touristischen Markt geöffnet hat.
Einen wesentlichen Anteil dafür leistete die Crew selber. Als 1993 das
Problem anstand, dassdas Schiff wegen fehlenden Geldes nicht seine Klasse erhalten
konnte, packte die Stammbesatzung samt Familienangehörigen in Kherch kräftig
mit an, um das Schiff wieder unter Segel zu bekommen und auch, um Arbeitsplätze
an Bord zu retten. Nebeneffekt: In der Mannschaft von Kapitän Sokhina gibt
es wenig Fluktuation und eine enge Beziehung zum Schiff, die sich auch in einem
sehr guten Pflegezustand ausdrückt.