Line Hinsch

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Line Hinsch

Art: Fracht-Motorsegler
Nation: Deutschland
Eigner: Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft Unterweser mbH
Heimathafen: Bremerhaven
Baujahr: 1928 als Wad- und Sundfahrer bei Gebroer van Diepen in Waterhuizen (Holland),
restauriert 1994/95 bei der Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft
Unterweser mbH zum segelnden Restaurantschiff
Länge über alles: 29,50 m
Breite: 5,50 m
Tiefgang: 1,20m
Segelfläche: 220 m2
Antrieb: 100-PS-Diesel Deutsche Werke bei 350 U/min
Besatzung: 3 Mann

Als einziger "echter" traditioneller Motorsegler ist die "Line Hinsch" in der deutschen Flotte der musealen Traditionsschiffe nicht nur eine Rarität, sondern ein seltenes Einzelstück. Pünktlich zu "Sail Bremerhaven 95" stellte Rolf Pfeiler als AB-Maßnahme mit seinen Mitarbeitern den Klassiker der Frachtschifffahrt für die BBU in Bremerhaven fertig. Und noch eines unterscheidet die "Line Hinsch" von anderen Traditionsseglern: sie wird nicht in erster Linie mit Eignern oder Gästen auf Segeltörn auslaufen, sondern ist ein Restaurantschiff besonderer Art in Bremerhaven. An Bord gibt es nur Pfannkuchen verschiedenster Art. Aber aktiv wird der Motorsegler trotzdem bleiben und auch andere Häfen in und außerhalb des Reviers ansteuern. Über 30 Schiffe dieser Art wurden zwischen 1928 und 1932 in Waterhuizen gebaut. Die "Line Hinsch" hatte von Anfang an deutsche Eigner und erlebte eine wechselvolle Geschichte. Die Gebrüder van Diepen entwarfen einen neuen Schiftstyp mit klassischen Schonerlinien, aber Steilsteven, der als "modemer Holländer" bekannt wurde.
Die BBU nahm die Tradition des Schiffes wieder auf und verwandelte den 1993 in Hamburg entdeckten Rumpf wieder in ein schmuckes Schiff. Wie die meisten Rümpfe war auch die "Line Hinsch" ziemlich heruntergekommen. Künftig wird an Bord keine Fracht gefahren, sondern "Dat Pannkoken Schip" wird ein gemütliches Restaurant in der Steganlage der Schiffergilde Bremerhaven, der größten Traditionssegler-Vereinigung in Deutschland, so dass Gäste beim Pfannkuchen nun auch von Bord zusehen können, wie nebenan wertvolle alte Segelschiffe erhalten werden.