Line Hinsch |
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Als einziger "echter" traditioneller Motorsegler
ist die "Line Hinsch" in der deutschen Flotte der musealen Traditionsschiffe
nicht nur eine Rarität, sondern ein seltenes Einzelstück. Pünktlich
zu "Sail Bremerhaven 95" stellte Rolf Pfeiler als AB-Maßnahme
mit seinen Mitarbeitern den Klassiker der Frachtschifffahrt für die BBU
in Bremerhaven fertig. Und noch eines unterscheidet die "Line Hinsch"
von anderen Traditionsseglern: sie wird nicht in erster Linie mit Eignern oder
Gästen auf Segeltörn auslaufen, sondern ist ein Restaurantschiff besonderer
Art in Bremerhaven. An Bord gibt es nur Pfannkuchen verschiedenster Art. Aber
aktiv wird der Motorsegler trotzdem bleiben und auch andere Häfen in und
außerhalb des Reviers ansteuern. Über 30 Schiffe dieser Art wurden
zwischen 1928 und 1932 in Waterhuizen gebaut. Die "Line Hinsch" hatte
von Anfang an deutsche Eigner und erlebte eine wechselvolle Geschichte. Die
Gebrüder van Diepen entwarfen einen neuen Schiftstyp mit klassischen Schonerlinien,
aber Steilsteven, der als "modemer Holländer" bekannt wurde.
Die BBU nahm die Tradition des Schiffes wieder auf und verwandelte den 1993
in Hamburg entdeckten Rumpf wieder in ein schmuckes Schiff. Wie die meisten
Rümpfe war auch die "Line Hinsch" ziemlich heruntergekommen.
Künftig wird an Bord keine Fracht gefahren, sondern "Dat Pannkoken
Schip" wird ein gemütliches Restaurant in der Steganlage der Schiffergilde
Bremerhaven, der größten Traditionssegler-Vereinigung in Deutschland,
so dass Gäste beim Pfannkuchen nun auch von Bord zusehen können, wie
nebenan wertvolle alte Segelschiffe erhalten werden.